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Foto: connox.de

Gartenmöbel: Designer setzen auf neue Materialien

Im Sommer sind Terrasse und Garten eine Erweiterung des Wohnzimmers. Dort hat sich herkömmliches Gartenmobiliar – irgendwo zwischen Teakholz-Klassikern und Billig-Plastikstühlen – zur modernen wetterfesten Einrichtung gewandelt. Seit einiger Zeit befassen sich namhafte Designer mit dem Thema – nicht nur, weil sie dem Mobiliar ihre Handschrift geben wollen, sondern auch, weil sie bei der Herstellung von Outdoor-Möbeln Erfahrungen in einem höchst innovativen Bereich der Chemie-Industrie machen.
Auf Qualitätssiegel achten
Vor mehr als zehn Jahren kamen die ersten sogenannten Polyrattan-Kunststoffe auf den Markt. Im Outfit von Rattanmöbel – nun wetterfest – traten solche Flechtmöbel ihren Feldzug nach draußen an. Der Reiz solcher Fasern liegt heute in der großen Farbpalette und ihrer Strapazierfähigkeit. Man sollte aber stets auf Qualitätssiegel achten. Unter den nicht geschützten Oberbegriff Polyrattan fallen zwei empfehlenswerte, getestete Marken: Hularo und Raucord. Sie wurden etwas später entwickelt und werden hohen Qualitätsansprüchen gerecht. Sie sind viele Jahre (aber niemals absolut) UV-unempfindlich, resistent gegen Chlor- und Salzwasser und auch gegen Sonnencreme.
Wenn die Chemie stimmt
Bei der Möbel-Erfindung zeigt sich der Chemieriesen BASF engagiert. Kürzlich wurde dort die Abteilung DesignfabrikTM gegründet, in der außergewöhnliche Lösungen für Kunststoffprodukte realisiert werden. Hier haben sowohl Deutschlands viel beschäftigter Designer, Konstantin Grcic, als auch das französische Designer-Duo Ronan und Erwan Bouroullec innovative Kunststoff-Stühle entwickelt. Neue Materialien erlauben eine andere Formensprache. Sie machen sowohl im Wohnzimmer als auch im Garten und auf der Terrasse eine gute Figur. Sie dienen als Beleg dafür, dass ein Design-Projekt gelingt, wenn – auch im übertragenen Sinne – die Chemie zwischen Material und Bearbeiter stimmt.
Zoombild
Foto: Paul Tahon
1. „Vegetal“ ist der neueste und innovativste Gartenstuhl. Die Brüder Ronan und Erwan Bouroullec benötigten vier Jahre, um das leichte und dennoch robuste Stück aus dem BASF-Kunststoff Miramid® zu entwickeln. Seine Form ist Ästen nachempfunden. Er wird im GIF-Verfahren hergestellt, einer Spritzgussmethode, bei der noch nicht erstarrter Kunststoff im Innern des Stuhls herausgedrückt wird. Der so entstandene Hohlraum sorgt für Festigkeit und Leichtigkeit. www.vitra.com, Vegetal in sechs Farben, zirka 340 Euro
Zoombild
Foto: Dedon
2. Der französische preisgekrönte Designer Jean-Pierre Massaud entwarf die Möbelserie D.D.C. und verpasste dem Gewebe aus Hularo-Fasern ein modisches Outfit: Neben dem Schottenkaro „Edinbourgh“ gibt es ein Hahnentritt-Muster und eine mediterrane sowie skandinavische Deko-Variante. Nachdem der Gründer der Outdoor-Marke Dedon, der Ex Profi-Fußballer Bobby de Kayser, jahrelang selbst Möbel entworfen hat, holte er kürzlich international bekannte Designer ins Haus.
edon, Sessel ab 2500 Euro inkl. Kissen
Zoombild
Foto: moroso.it
3. In Spanien ist sie geboren, in Mailand liegt ihr Atelier. Patricia Urquiola gehört zu den begehrtesten Designerinnen der Interior-Branche. Sie setzt traditionelle Herstellungstechniken neuartig ein und begeistert durch verspielte Entwürfe – etwa mit den Gartenmöbel-Kollektion „Tropicalia“. Sie ist Spagetti-Möbeln der Fünfzigerjahren nachempfunden. Sie besteht heute aber aus UV-beständigem Polyester, das verwebt wurde, um höhere Stabilität und besseren Sitzkomfort zu erhalten.
www.moroso.it, diverse Farben und Formen ab 1195 Euro
Zoombild
Foto: Emu
4. Auch die Gartenmöbelserie „Re-Trouvé“ ist eine Wiederentdeckung. Ihre schnörkeligen Formen scheinen aus den Fünfzigerjahren zu stammen. Die Designerin Patricia Urquiola hat das ursprünglich handwerkliche gestaltete Stück so modifiziert, dass es sich für die computergestützte industrielle Produktion des Metallverarbeitungs-Spezialisten Emu eignet. Der Preis für solche Eisenmöbel wäre sonst unerschwinglich.
Emu, eloxiertes Eisen, orange-rot, grün, weiß, Stuhl ca. 470 Euro
Zoombild
Foto: connox.de
5. Philippe Starck war einer der ersten Designer, die sich dem Thema Gartenmöbel widmeten. Seit sich strapazierfähige Kunststoffe in großformatigen Dimensionen herstellen lassen, hat er diverse Sofas, Hocker und Stühle für draußen entworfen. Einer seiner neuesten ist „Soft Egg“. Bei diesem Stapelstuhl aus Polypropylen hat Starck auch an so einfache Kniffe wie Ablauf-Rinnen gedacht, die Regenwasser von der Sitzfläche abfließen lassen.
www.connox.de, in grau, orange, gelb, elfenbein, Stuhl ab 151 Euro
Zoombild
Foto: Plank
6. Konstantin Gricic ist in Deutschland er gefragteste Designer und hat zusammen mit BASF in einem Jahr Entwicklungszeit einen Zwitter gestaltet: „Myto“ macht sowohl im Büro und am Esstisch als auch auf der Terrasse eine gute Figur. Es besteht aus dem neuen Kunststoff Ultradur®, mit dem sich in einem Monoblock problemlos dicke und dünne Materialstärken herstellen lassen. Ziel der Entwicklung: Festigkeit, Steifigkeit und Elastizität des Stuhls sollten in einem guten Verhältnis stehen.
Plank, acht verschieden Farben, ab 208 Euro
Zoombild
Foto: Emu
7. Wie schwebend sollte er wirken und gut in die Natur passen: der Gartensessel „Ivy“. Paola Navone, mittlerweile eine Grande Dame des italienischen Designs, hat ihn entworfen und die Erfahrungen des Metallverarbeitungsspezialisten Emu einfließen lassen. Die eiserne, eloxierte Netzstruktur wird von einem 110 Zentimeter breiten Rahmen aus Stahlrohr gehalten.
Emu, Eisen/Stahl ab 1089 Euro

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  • Gabi schrieb am 02.07.2009 um 10:28:25 Uhr

    Klasse, ich wusste gar nicht, wie teuer Gartenmöbel sein können. Aber dafür sehen sie super aus und man will sie einfach haben.

     
     
     
     
    Bitte füllen Sie alle Pflichtfelder aus.
  • Die Redaktion schrieb am 21.04.2010 um 22:38:25 Uhr

    Berichtigung: Der unter Punkt 6 erwähnte Designer heißt Konstantin Grcic, nicht Gricic. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.

     
     
     
     
    Bitte füllen Sie alle Pflichtfelder aus.
 
 
 
 
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