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Fotos: Max Knobloch, Radius, Serafini

Briefkästen: Wetter- und diebstahlfest

Klassisch in Gusseisen und mit Posthorn, funktional in Kastenform und mit pflegeleichter Kunststoffbeschichtung oder als „amerikanische Röhre“ mit aufklappbarem Signalwimpel: Briefkästen gibt es in vielen Formen und Ausführungen. Doch so unterschiedlich die Designs und persönlichen Vorlieben sein mögen – bei der Auswahl und beim Aufstellen gilt es, einige Regeln zu beachten.
Zoombild
Foto: Gira
Härtetest im Salzwasserbecken
Ein Qualitäts-Briefkasten sollte der Norm DIN EN 13724 entsprechen. Sie legt eine Reihe von Qualitätsstandards fest. So darf in den Kasten kein Wasser eindringen und er muss widerstandsfähig gegen Durchrosten sein. Die Prüfer unterziehen diese Eigenschaften einem echten Härtest: 240 Stunden lang wird der Briefkasten ständig von Salzwasser umspült. Auch gegen andere Formen des Eindringens müssen Briefkästen, die dieser Norm entsprechen, geschützt sein: Das Regelwerk umfasst zwei Sicherheitsstufen gegen Aufbruch. Außerdem sind Vorrichtungen vorgesehen, die verhindern, dass unberechtigte Personen Umschläge oder Zeitungen durch den Einwurfschlitz herausfischen. Weitere Bedingung der DIN-Norm: Der Einwurf muss einen Umschlag im Format C4 (229 Millimeter breit) ohne Knicken aufnehmen.
Zoombild
Foto: Max Knobloch
Langfinger aussperren
Hat man sich – etwa wegen persönlicher Design-Vorlieben – für ein Briefkastenmodell entschieden, das die Norm nicht erfüllt, sollte man dennoch auf ausreichende Größe achten. Ein genügend großer und vor allem tiefer Kasten nimmt nicht nur voluminösere Sendungen unbeschädigt und wettergeschützt auf, sondern sorgt auch dafür, dass Postdieben das Leben schwer gemacht wird. Rutscht die Post beim Einwurf in den tiefen Kasten nämlich weit nach unten, kommt man von außen nicht mehr heran. Auf jeden Fall sollte die Klappe auch dann schließen, wenn die komplette Tageszeitung in den Behälter gesteckt wird.
Mauerdurchwurfbriefkästen, die man allerdings schon beim Hausbau einplanen sollte, da ein nachträglicher Einbau aufwendig ist, oder ein nicht allzu niedrig angebrachter Briefschlitz in der Haustür beinhalten die gleiche Schutzwirkung. Das gilt natürlich nur, wenn der Schlitz klein genug ist, dass auch schlanke Hände nicht hindurchpassen.
Ist das Modell erst einmal ausgesucht, stellt sich die Frage nach Standort und Montage. Selbst wenn der Briefkasten an sich wasserfest ist, sollte man ihn nicht unbedingt an der Wetterseite des Hauses anbringen, wo Regen und Wind am heftigsten angreifen. Andererseits sollte er von der Straße aus gut sichtbar sein, damit Zusteller ihn sofort finden. Das ist insbesondere in heutigen Zeiten wichtig, in denen nicht mehr über Jahre hinweg der gleiche, ortskundige Bote die Post zustellt, sondern zunehmend verschiedene Zustelldienste. Die Aufhängung des Kastens an der Wand oder am Zaun sollte so ausgelegt sein, dass sie eine Beladung mit Postsendungen von mindestens 4,5 Kilogramm aushält.
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Foto: Serafini
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Foto: Serafini
Klare Linie statt Schnörkeln
Im Briefkasten-Design scheint derzeit Sachlichkeit oder fast schon Futurismus zu dominieren. Zwar bekommt man nach wie vor Postkästen im verschnörkelten Nostalgie-Design des 19. Jahrhunderts, aber mit ihren neuen Modellen setzen die Hersteller zunehmend auf klare Linien. Große, einfarbige Flächen, markante Elemente aus bruchfestem Glas oder durchscheinendem Kunststoff und sichtbare, glänzende Aluminium- oder Edelstahlbleche bestimmen das Bild der aktuellen Produktlinien. Manche Hersteller experimentieren auch mit Stein – entweder mit Naturstein-Briefkästen, die vom Bildhauer gefertigt sind, oder mit Modellen, die aus Beton gegossen werden.
Wer seinen neuen Briefkasten richtig pflegt, der kann ihn fast ein Leben lang nutzen. Außen sollte er regelmäßig gesäubert werden, auf keinen Fall jedoch mit scharfen Reinigungs- oder Scheuermitteln, da sie die Beschichtung angreifen. Wasser mit ein wenig normalem Haushaltsreiniger reicht völlig. Zusätzlichen Schutz bietet etwas Autopolitur, mit der der gereinigte und getrocknete Kasten aufgefrischt werden kann. Schlössern und Scharnieren tut eine zweimal jährliche Behandlung mit einem nicht-harzenden Öl oder mit Grafit gut.

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