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Solarthermie und Fotovoltaik in Kombination mit einer transparenten Wärmedämmung machen dieses Haus zu einem Energiesparhaus. (Foto: dena)

Das Energiesparhaus: Energetische Standards im Hausbau

Energiesparhaus, Niedrigenergiehaus, Effizienzhaus, Passivhaus, Nullenergiehaus, Energie-Plus-Haus – bei diesem Wirrwarr von Begriffen kann man als Bauherr oder Hauskäufer leicht durcheinander geraten. Was diese Bezeichnungen für den Energiestandard wirklich bedeuten, erfahren Sie hier.
Die Begriffe Niedrigenergiehaus und Energiesparhaus sind nur ungenaue Sammelbezeichnungen für Häuser, die möglichst wenig Heizenergie verbrauchen. Über den tatsächlichen Energiebedarf des Gebäudes sagen beide nichts aus. Da seit Oktober 2009 bei jedem Hausbau die relativ anspruchsvolle Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 erfüllt werden muss, ist im Grunde jedes neu errichtete Gebäude ein Niedrigenergiehaus.
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Das Musterhaus Marburg erfüllt die Anforderungen eines KfW-Effizienzhauses 55. (Foto: Fingerhaus)
Hausbau mit hohem energetischen Standard
Interessant wird es bei dem Begriff Effizienzhaus, oder genauer: KfW-Effizienzhaus. Dies ist das Qualitätszeichen der KfW-Förderbank für energieeffiziente Häuser, deren Verbrauchswerte deutlich unter den von der EnEV vorgegebenen bleiben. So darf zum Beispiel ein KfW-Effizienzhaus 55 nur noch 55 Prozent des jährlichen Primärenergiebedarfs eines vergleichbaren Neubaus nach EnEV erreichen. In unserer Reportage „Holzhaus: Paradiesische Aussicht ins Heimattal“ stellen wir ein solches Effizienzhaus vor.
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Das Passivhaus: Der geringe Heizwärmebedarf ermöglicht ein Wohnen ohne aktives Heizsystem. (Foto: 81fünf)
Definierter Standard: Das Passivhaus
Festgelegt ist auch der Begriff Passivhaus. Vorgeschrieben ist hier ein maximaler Jahresheizwärmebedarf von 15 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche. Um diesen Wert zu erzielen, kommt es beim Passivhaus vor allem auf die Dämmung des Gebäudes und die optimale Ausrichtung zur Sonne an. Weil der Wärmebedarf so niedrig ist, kommt ein Passivhaus ohne „aktives“ Heizsystem aus. Einen Mangel an Komfort bedeutet das jedoch keineswegs, wie unsere Reportage „Passivhaus: Wohnen ohne Heizung“ zeigt. Wie sich niedrige Energiekosten mit hohem Wohnkomfort verbinden lassen, lesen Sie auch hier: „So lebt es sich im Passivhaus“.
Viele Passivhäuser stehen auf der grünen Wiese. Und doch kann in puncto Nachhaltigkeit noch zugelegt werden – zum Beispiel, wenn das Passivhaus in der Nähe des Arbeitsplatzes gebaut wird und so das tägliche Pendeln mit dem Auto entfällt. Drei Beispiele zeigen, wie es funktionieren kann.
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Das Plus-Energiehaus verbraucht weniger Energie, als es selbst produziert. (Foto: Alfons Lengdobler)
Es geht noch besser: Das Nullenergiehaus
Das Nullenergiehaus ist die technische Weiterentwicklung des Passivhauses. Rein rechnerisch benötigt es keine Energie „von außen“. Oder anders ausgedrückt: Beim Nullenergiehaus wird die von außen zugeführte Energie durch den eigenen Energiegewinn, zum Beispiel durch Solaranlagen, aufgewogen. Die Umweltbilanz ist sauber. Noch effizienter und umweltverträglicher ist das energieautarke Haus. Es erzeugt seine benötigte Energie zu jedem Zeitpunkt selbst. Dieses Energiesparhaus ist an keine externe Strom- oder Gasleitung angeschlossen.
Das Energiesparhaus, das Erträge abwirft
Ein Haus, das übers Jahr gerechnet mehr Energie produziert, als es verbraucht, wird als Energie-Plus-Haus oder Plusenergie-Haus bezeichnet. Möglich wird das durch einen sehr guten energetischen Standard und eine Fotovoltaik-Anlage als eigenes Kraftwerk auf dem Dach. Die Voraussetzungen für ein Energie-Plus-Haus: Eine kompakte Bauweise, eine luftdichte Gebäudehülle mit energiesparender Verglasung und eine hocheffiziente Lüftungsanlage. Kombiniert mit einem gut durchdachten Energiekonzept wird das Haus rechnerisch ins Plus gebracht. Über die Fördermittel-Suche.von bauemotion können alle aktuellen Förderprogramme schnell recherchiert werden.
Ein Beispiel: Das Haus der Familie Hartmann wirft tatsächlich Erträge ab. Im Interview erläutert der Bauherr, wie er das schriftlich belegen kann. Und: Professor Manfred Hegger von der TU Darmstadt wirft im Gespräch mit bauemotion.de einen Blick in die nahe Zukunft: das Energiesparhaus, nachhaltig und energieeffizient gebaut.

Ausgewählte Produkte

Der Schornstein wurde von den alten Römern entwickelt und gehörte viele Jahrhunderte quasi unverändert zu jedem Haus. Egal ob als Kamin, Esse oder Rauchfang bezeichnet, Schornsteine galten immer als zuverlässige Rauchgas-Ableiter. Dass auch im Schornstein Optimierungspotenzial steckt, beweist einmal mehr der Marktführer Schiedel mit dem neuen ABSOLUT. Er erfüllt alle Anforderungen an moderne Schornsteine und trägt zusätzlich zum Energie sparen bei.

Inspiriert durch die Formensprache moderner Einrichtungen, setzt der „pinox“ Heizungsthermostat besondere Akzente. Funktional und formvollendet macht der „pinox“ an Heizkörpern eine gute Figur, der Hebelgriff ermöglicht eine leichte und präzise Temperatureinstellung mit Fingerspitzengefühl.

Dass sich mit der Investition in moderne Heiztechnik die jährlichen Heizkosten spürbar senken lassen, zeigt ein Zweifamilienhaus im bayerischen Neusäß.

Auf Basis eines optimierten Grundrisses können Bauherren das Haus ganz einfach individuell an ihren persönlichen Bedarf anpassen und dabei unzählige architektonische Varianten miteinander kombinieren. Sie haben außerdem die Wahl zwischen unterschiedlichen Energiekonzepten und verschiedenen Möglichkeiten der Eigenleistung.

Brennwertkessel, Solaranlage oder Wärmepumpe – unterschiedliche Faktoren bestimmen die Energieeffizienz von Wärmeerzeugern. Wann lohnt sich die Investition in fortschrittliche Heiztechnik? Wie lange dauert es, bis sich eine neue Heizung amortisiert? Die Antworten gibt Wolf Heiztechnik.

 
 
 
 
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  • Hans Riegel schrieb am 26.10.2011 um 08:39:12 Uhr

    Liefern diese extremen Energiesparhäuser, wie das Nullenergiehaus, überhaupt ein behagliches Wohnklima?

     
     
     
     
    Bitte füllen Sie alle Pflichtfelder aus.
    • Redaktion schrieb am 26.10.2011 um 15:49:48 Uhr

      Das Wohnklima wird nicht beeinträchtigt. Die Raumluftqualität hängt ab vom Lüftungsverhalten, von der Nutzung der Räume und der Art der eingebauten Lüftungsanlage.

      Freundliche Grüße,

      die Redaktion

       
       
       
       
      Bitte füllen Sie alle Pflichtfelder aus.
 
 
 
 
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